…wäre vielleicht der zutreffendere Titel der neuen Szene-Boulevardzeitung Flash.
Bei den Aufmachern „Köln spitze bei Neuinfektionen mit HIV!“ und „Risiko Gay Romeo“ wurden die Seitenzahlen der Fortsetzungen auf den Seiten 2 und 3 vertauscht. Man halte mich für pingelig, aber der Textinhalt ist überschaubar, wie auch auf den Einzelseiten der meisten Boulevardzeitungen ebenso, insbesondere der mit den großen vier Buchstaben.
Ich muß durchaus öfter beruflich wesentlich umfangreichere Texte Korrektur lesen und habe darum Erfahrung damit und gerade bei der Titelseite und dem dortigen überschaubaren Textumfang darf bzw. sollte so etwas nicht vorkommen.
Viel peinlicher finde ich allerdings die große Ankündigung im schwarzen Block der zukünftigen und eigentlich schon zu der zweiten Ausgabe online gehenden Website zur Zeitung. Bis dato völlige Fehlanzeige und wir sind jetzt bei Ausgabe Nummer 3.
Wenn ich etwas groß auf dem Titel ankündige sollte ich das definitiv auch einhalten, oder es mir verkneifen. Ansonsten wecke ich eine Erwartungshaltung der ich nicht gerecht werde, enttäusche meine Leser und mache mich ab einem gewissen Zeitraum auch lächerlich, die Website der Flash betreffend ist das sicherlich so meiner bescheidenen Meinung nach. Der angekündigte „flashige Internetauftritt“ also eher ein Rohrkrepierer.
Weitere Anmerkungen zur zweiten Ausgabe wurden auch schon in diesem Blog abgehandelt, kommen wir also direkt zur aktuellen Ausgabe diesen Monats. Wenn ich mich nicht irre war man im November auch eine Woche später dran als erwartet, na ja „gut Ding will anscheinend Weile haben“. Darum wohl auch das Weglassen des Monats im Logo auf dem Titel und stattdessen die Nummer der Ausgabe, dann ist man was die Ausgabe bzw. den Print betrifft natürlich etwas flexibler.
Ich finde es zwar gut, daß DJane Miss Delicious (wie in den vorigen Ausgaben Ralf Rotterdam und GinaG) Fragen gestellt werden, nur sollte man das auf der betreffenden Seite auch dabei schreiben wem man die Fragen stellt und nicht nur in der Ankündigung auf dem Titel.
Die Verlosungen finde ich in der letzten wie auch aktuellen Ausgabe eigentlich ganz ordentlich, o. k. es sind zwar etwas weniger, aber ich finde es gut das überhaupt etwas verlost wird. Witzig ist allerdings, daß auf dem Titel bei der Ankündigung der Gewinne „…oder ein Hemd in Maßanfertigung“ ausgelobt wird, ihr Lieben das habt ihr in der zweiten Ausgabe gemacht aber nicht in der aktuellen. Klar im Vorteil war schon immer wer lesen kann. Das mit dem „Sparen mit der Flash“ läuft aber in der aktuellen Ausgabe eher auf der sprichwörtlichen Sparflamme. War das im Vormonat noch ansehnlich ist das Aktuelle eher weniger erwähnenswert. Manchmal ist weniger einfach mehr und meint in diesem Fall, kann man auch weglassen oder bitte wieder so wie bei der vorigen Ausgabe dann macht das auch etwas her.
Auf der Habenseite dieser Ausgabe sicherlich die umfangreiche Berichterstattung zu den möglicherweise anstehenden Problemen der Szenegastronomie in der Altstadt, das macht sicherlich eine stadtbezogene schwul-lesbische Boulevardzeitung aus. Auch den Bericht über die Soap „Alles was zählt“ fand ich kurzweilig, genauso wie über die neue Darstellerin in der Lindenstrasse.
Lobend wäre noch zur zweiten Ausgabe nachzutragen, daß mir der Artikel „Punktsieg für den Newcomer“ genauso gut wie der zu dem Thema vorhergehende Artikel in der Erstausgabe gefallen hat, so stell ich mir das in einer Boulevardzeitung vor. Der Artikel „Prinz liebt Jungfrau“ ist sicherlich gerade für Köln mehr als passend, gut gemacht.
Kommen wir zur Partyseite, was die Auflistung derer im Überblick betrifft gilt im Großen und Ganzen was ich schon zur Erstausgabe schrieb (Link siehe weiter oben), die Artikel der aktuellen Ausgabe in dieser Rubrik finde ich nicht mehr so gelungen wie in der ersten Ausgabe, auch insgesamt ist der Umfang diesbezüglich geschrumpft. Der Artikel über die „Sexy“ allerdings hat mir wiederum ganz gut gefallen.
Insgesamt könnte man eine Zwischenbilanz ziehen: Einige „Baustellen“ sind größer geworden oder gleichen schon eher einem „schwarzen Loch“, man ist nachlässig bei auffälligen und eklatanten Dingen welche zu Peinlichkeiten führen, dem eigenen Anspruch wird man zusehends weniger gerecht und mein persönliches Interesse erlahmt auch immer mehr. Die Vorweihnachtszeit wäre z. B. was die Gewinne und das Sparen betrifft doch ein guter Aufhänger gewesen, da hätte man etwas daraus machen können, wie gesagt, hätte…
Meiner Meinung nach wird es Zeit „das Ruder wieder rumzureißen“, ansonsten könnte die streckenweise recht halbherzig gemachte aktuelle Ausgabe wenn das so weitergeht immer weniger potentielle Leser in Verzückung bringen. Aber nun gut, man soll „den Tag nicht vor dem Abend loben“, vielleicht tut sich da noch etwas in der nahen Zukunft, wir werden es sehen oder auch nicht.
Das soll es vorerst zu diesem Thema gewesen sein, denn ich habe auch nicht jede Nacht eine schlaflose und wenn dann doch, bin ich mit ganz anderen Themen beschäftigt…

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