Viel Schatten und ein wenig Licht…
…am Ende des Tunnels folgte dann am vergangenen Freitag.
Die Party fand im Déjà Vu Club in Essen statt, wo seit Kurzem jeden ersten Samstag im Monat das “Gay Happening” hin verlegt wurde. Da ich den Club bis dato nicht kannte, stand also eine Party- und Locationpremiere für mich auf dem Programm. Es war mir allerdings nicht alles fremd, den die drei DJ´s “on duty” kenne ich sehr wohl, den einen mehr und die anderen weniger.
Der Club als solches hat in der Nähe des Eingangs einen ganz nett gestalteten Loungebereich und besteht aus einer Mainarea, welche in zwei Bereiche gegliedert ist, eine Haupttanzfläche mit einer höher gelegenen Galerie oder auch Bühne wenn man so will und auf der nach oben ansteigenden Seite des Raumes separten Bühne/kleineren Tanzfläche, nebst Sitzgelegenheiten und Theken. Der Club muß vorher einmal ein Kino gewesen sein, welches umgebaut wurde. Auf der Empore neben der Galerie befindet sich der Arbeitsplatz des, in dem Falle der DJ´s und des LJ´s.
Die Location als solches gefiel mir ganz gut. Die Sache hatte aber leider einen Haken: Es war ein langes Wochenende, die Temparaturen ließen auch erste Grillabende zu, zum Tanz in den Mai waren sehr viele raus und am Samstag zu erwartender Weise auch. Der Termin war schlicht und ergreifend recht ungünstig gewählt. Wie ich hörte eine “unglückliche Verkettung der Umstände”, zumal erschwerend hinzu kam das am Samstag direkt auch das monatliche “Gay Happening” am selben Ort veranstaltet wurde.
Man muß wahrheitsgemäß sagen, daß die Veranstaltung aufgrund dieser Umstände eher dürftig besucht war. Sicherlich hat der Veranstalter es gut gemeint und sich auch im Vorfeld und was das Abendprogramm (dazu gleich mehr) betraf große Mühe gegeben, zumal auch der Erlös der Veranstaltung zugunsten eines Projektes der AIDS-Hilfe Essen gestiftet werden sollte.
Als Programm wurde eine Dancefloor Performance der Gruppe “HäWie?!” geboten. Die Jungs waren wirklich gut (obwohl ich einige Dinge im verlinkten Video spektakulärer fand) und haben eine ordentliche Show in Form zweier Auftritte geboten. Das Ganze ist natürlich auch von mir fotografisch festgehalten worden. Wirklich überrascht war ich von den Live Vocals von Cosmo Klein zu diversen Housetunes. Der Mann hat Stimmung gemacht und eine gute Stimme, die mich an farbige Sänger und deren desöfteren wirklich guten Gesangsstimmen bei einigen Vocal House Tracks erinnerte, das hatte ich so nicht erwartet - mein Kompliment. Der Gute trat insgesamt zweimal auf.
Eine nette Idee sind nebenbei bemerkt die beiden an langen Seilen von der Decke herabhängenden Schaukeln. Das wurde auch gezielt von zwei Protagonisten des Veranstalters zum “Abwurf” von Kondomen in die Menge genutzt und im Verlauf des Abends von zwei Gästen ausgetestet wie es sich denn so schaukelt.
Der Volksmund würde zu all dem sagen: “Dumm gelaufen”. Ich hörte allerdings, daß weitere Events in Planung sind und man dann natürlich Umstände wie die oben erwähnten von vornherein ausschließen will. Eine Party der man wenn das eingehalten wird sicherlich eine zweite Chance geben könnte.
Selbstverständlich war damit noch nicht das “lange Wochenende” gelaufen, denn es ging noch am Samstag nach Köln…
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