Wenn einer verreist…

…dann kann er viel erleben – Magic M. on Tour.

Am vergangenen Wochenende war es soweit und der geplante Besuch in Berlin stand auf dem Programm. Nach gut 5 1/2 Stunden Fahrt waren die rund 550 km Distanz überwunden. Während der Fahrt kam ich auch durch Sachsen-Anhalt, wo man an der Grenze des Bundeslandes unter dem Wappen mit dem Slogan “Sachsen-Anhalt – das Land der Frühaufsteher” empfangen wird. Dort wird also nach dem Motto “Der frühe Vogel fängt den Wurm.” (oder was auch immer) gehandelt. Nun gut, im Osten geht schließlich auch die Sonne auf, trotzdem ist die Maxime des Frühaufstehens nicht wirklich mein Part sondern unterhalb der Woche eher eine Notwendigkeit.

Mein Hotel lag im Bezirk Kreuzberg nahe Tempelhof. Da beschlossen wurde diesen traditionsreichen Flughafen (Berlin-Tempelhof, Stichwort Luftbrücke) in naher Zukunft zu schließen und ich auf der Hinfahrt zum Hotel an selbigem vorbeigefahren war, zudem das Hotel nur rund 4,5 km entfernt lag, beschloss ich nach dem Check-In die Umgebung zu erkunden und dem Flughafen einen Besuch abzustatten.

Plötzlich war ich mitten im Geschehen, denn CSI Berlin ermittelte. Männer in weißen Schutzanzügen mit Mundschutz untersuchten den Tatort, flankiert von Mitarbeitern der Kriminalpolizei in Uniform. Eine riesige Schaar Schaulustiger war ebenfalls anwesend und verfolgte gebannt die Untersuchungen. Das Equipment welches zu diesem Zweck mitgeführt wird hat einen Wert von rund 38.000 Euro, wie ich später in Erfahrung bringen konnte. An einem PKW wurden sorgfältig alle verwertbaren Spuren sichergestellt. Ich hatte leider nicht die Zeit das Ende der Untersuchungen abzuwarten, sowas kann mehrere Stunden dauern, denn ich wollte noch einige Impressionen des Flughafens in der langsam untergehenden Sonne einfangen und mich auf das Nightlife vorbereiten, außerdem knurrte mein Magen und wollte “gefüttert” werden.
Wenn Ihr jetzt denkt ich hätte zu oft CSI Miami, New York oder Castrop-Rauxel geschaut, keine Sorge es war die “Die klügste Nacht des Jahres” mit diversen Veranstaltungen rund um Wissenschaften aller Art in verschiedenen Bezirken von Berlin. Die besten Fotos zu “CSI Berlin” und dem Flughafen, sowie weitere meiner Meinung nach gelungene Bilder die im Laufe des Wochenendes entstanden sind gibt´s in Kürze im Fotoscout-Blog von mir.

Nebenbei bemerkt, kennt Ihr die Flying Steps? Ich wohnte sozusagen Tür an Tür mit der Dance-Academy dieser bekannten Berliner Breakdancegruppe.

Am Nollendorfplatz wo sich das Goya befindet habe ich nach der Exkursion zum Flughafen Tempelhof erst einmal nett beim Italiener, bedient von einem gebürtigen und quirligen Russen, gegessen. Ich wollte auch schon einmal ein paar Fotos vom Goya schießen so lange es noch hell war.

Nach einem kurzen Intermezzo im Hotel um mich für den Abend ausgehfertig zu machen ging es wieder zurück zum Goya zur Propaganda-Party. Ich war anscheinend für Berliner Verhätlnisse etwas früh da mit 0.00 h. O. k. bei uns, sprich Ruhrgebiet, Rheinland und Münsterland füllen sich die meisten Partys auch erst zwischen 0.00 und 01.00 h, hier war das allerdings erst eine gute Stunde später so gegen 01.00 bis 02.00 h und ab 02.30 h war es dann auch gut besucht. Ich habe mir am anderen Tag erzählen lassen, daß die Berliner wohl gerne recht spät erst rausgehen was auch wohl auf andere Partys gleichermaßen zutreffen soll.
Am Eingang stand auf jeden Fall ein recht ansehnliches “Kerlchen”, was mich sofort positiv auf den Abend einstimmte. Auf der Website der Location und der Party sieht das Goya schon recht interessant aus, aber wie immer ist die Wirklichkeit durch nichts zu ersetzen. Live und in Farbe beeindruckt das Ganze dann doch sehr. Vom Eingangsbereich kann man über zwei gewundene Treppen links und rechts der Mainarea auf eine fast umlaufende Galerie gelangen, wovon es allerdings noch eine weitere eine Etage höher gibt. Auf beiden Etagen sind Theken und jeweils eine Raucherlounge. Die Deckenhöhe der Haupthalle ist wirklich riesig und gigantische Lüster hängen von der Decke. Die beiden Galerien wirken wie ein Atrium und man hat einen perfekten Überblick des Geschehens. Am Ende des Raumes befindet sich etwas höher als die Tanzfläche gelegen ein Bereich der zwar auch mit einer Theke ausgestattet ist, allerdings ebenfalls als Bühne bzw. Tanzfläche genutzt wird. An die dahinter befindliche Riesenwand werden Animationen projeziert. Über die zweite Galerie, oder auch durchs Treppenhaus zugänglich befindet sich eine deutlich kleinere, aber ebenfalls mit hoher Decke ausgestattete zweite Area.

Nachdem ich mich ein wenig umgesehen hatte war ich etwas überrascht bezüglich des auflegenden DJ´s – man sieht schließlich nicht alle Tage musizierende Katzen. Das war dann übrigens DJ Superzandy, welcher sich selbst im Katzenkostüm inszenierte und die Menge zu Housetunes in Stimmung brachte. Während des Fotografierens schauten mich bei der Ansprache einige Gäste im ersten Augenblick etwas verwirrt an. Es stellte sich dann allerdings immer heraus, daß es nicht deutschsprachige Touristen waren, mit welchen ich mich dann auf Englisch verständigte. Wie ich im Laufe des Abends feststellte, waren sowieso recht viele Touristen auf der Party aus allen möglichen Bundesländern. Zur weiter fortgeschrittenen Stunde mußte dann die Katze zurück ins Körbchen und DJ R.o.n.y aus Köln heizte den Gästen ein, u. a. mit seinem Remix von Donna Summer´s “I feel love” (dem offiziellen Track zur Colour-Party des Kölner CSD´s, den Titel kann man auf der Website anhören). DJ LitteMan ebenfalls aus Köln sorgte mit Pop, Dance, Charts u. ä. in der zweiten Area für das Entertainment.
Nett anzuschauende Gogos gab´s natürlich auch. Dies war vorteilhaft alleine schon zu Anschauungszwecken, denn was die Gäste auf der Tanzfläche betraf bin ich von den Partys in NRW doch mehr Einsatz wie auch Körperkontakt gewöhnt, da können die Berliner, zumindest was die Gäste dieser Party betrifft, noch einiges von uns lernen.

Die Fotos der Party findet Ihr hier. Ein Video wofür ich ebenfalls Sequenzen gedreht habe kommt demnächst sobald ich Zeit habe.

Mein Fazit: Eine beeindruckende und sehr stylische Location, von Außen wie von Innen, zu später Stunde geht die Party richtig los und es herrscht eine gute Stimmung. Wer an einem zweiten Samstag im Monat in Berlin verweilt sollte dieser Party durchaus einen Besuch abstatten. Was eine Steigerung der Stimmung und das Tanzen betrifft, können ja z. B. Touristen aus NRW den Einheimischen noch etwas auf die Sprünge helfen. ;-)

Am Sonntag gab es dann ein Kontrastprogramm, dazu später mehr.

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Über Magic M.

Magic M. live and his life. Breaking News for and from the Gay-Party-Guide and more... Blog. - Check it out!

Veröffentlicht am Dienstag 17. Juni 2008, in Event, Gay, Info, Location, Party, Photo, Privates. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 8 Kommentare.

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