Ein langer Tag…

…war der Samstag beim Fantasypride in Brühl bei Köln.

Lang ist´s her das ich im Phantasialand war, gute sechs Jahre. Nach so langer Zeit mußte ich mich doch erst einmal wieder per Lageplan orientieren, nachdem ich ein paar Mal desorientiert durch die Gegend lief. Ab mittags vor Ort hieß erst einmal die Devise “Keine Hektik aufkommen lassen.”, denn die einzelnen Punkte des Eventprogramms lagen zeitlich weit genug auseinander um auch die Attraktionen des Parks wahrzunehmen und es ruhig angehen zu lassen.
Da ich allerdings als Fotoscout vor Ort war kam ich im Endeffekt nur dazu einmal die Hollywoodtour mitzumachen und auf der Achterbahn “Black Mamba” zu fahren. Ersteres ist für diejenigen die noch nicht dort waren eine Art “Bootstour” durch diverse animierte Szenen aus bekannten Hollywood-Spielfilmen. Da es dort relativ düster ist, hat das irgendwie den Touch eines schwimmenden Darkrooms, ich konnte mich zumindest des Eindrucks nicht erwehren.
Die “Black Mamba” ist ein sogenannter “Invertedcoaster”, also eine Achterbahn wo die Schienen oberhalb der Wagen verlaufen und die Beine der Fahrgäste “in der Luft baumeln”. Man erzählte mir sie wäre ausgezeichnet als eine der besten Achterbahnen in Europa. Dieses Fahrgeschäft fehlte mir bisher in meinem Repertoire bzw. war bei meinem letzten Besuch im Phantasialand noch nicht vorhanden, also rauf auf die Bahn. Achterbahnfahrten sind meistens nie wirklich lang, aufgrund der doch sehr rasanten Fahrt kam mir die Zeit noch kürzer vor als auf anderen Achterbahnen und verging im wahrsten Sinne des Wortes wie im Fluge. Fazit: Getestet, für gut befunden, empfehlenswert und macht Spass. Durch die schnelle Fahrt und hohen Querbeschleunigungen hat übrigens auch das Frühstück nicht die Gelegenheit den Rückweg anzutreten, als kleiner Hinweis an die empfindlicheren Naturen. ;-)

Als erster Punkt stand der “Wet-T-Shirt-Contest” auf dem Programm. Ich war zur Finalrunde der letzten drei Teilnehmer vor Ort und habe die Siegerehrung abgelichtet. Zwei der drei Finalisten kannten sich wie ich später feststellte und der dritte im Bunde konnte mit einem Sixpack aufwarten. Da hat sich das trainieren doch gelohnt.
Lange nicht gesehen, in dieser Zeit vermißt und glücklich wiedergetroffen (das wußte ich allerdings schon vorher) habe ich dann einen Menschen der mir sehr am Herzen liegt. Die Runde wurde dann von den “Gallionsfiguren” (den zauberhaften Drags Daphne Dragee und Shirley Sugar) der “Poptastic“-Party in Köln komplettiert, nebst einigen weiteren Bekannten. Nach der Wiedersehensfreude wurde erst einmal in netter Runde ein wenig geplaudert.

Als nächster Punkt stand der traditionelle Stöckellauf an. Es gab sogar noch Nachnominierungen in letzter Sekunde. Zwei Jungs nahmen auch als solche teil, d. h. sie hatten keinen Fummel an sondern nur Stöckelschuhe. Damit hatten sie fairerweise betrachtet auch einen kleinen Vorteil, denn keine wallenden und ausladenden Gewänder behinderten die Aerodynamik oder enge Minis die eine große Schrittweite verhinderten. Keine Handtaschen die mitgeschleppt werden wollten, Perücken welche festgehalten werden mußten und dergleichen mehr. So kam es wie es kommen mußte, einer der Jungs gewann haarscharf vor den Mädels, sprich Daphne Dragee und Shirley Sugar in einem packenden Herzschlag-Zeileinlauf. Die anderen Teilnehmer/-innen waren klar auf Distanz gehalten worden. Mädels ich habe Euch doch zuvor gesagt ich setze auf Euch – Go for Gold! Das habt Ihr super gemacht, meinen Glückwunsch und Respekt.

Kurz darauf wurde das Motto des diesjährigen ColognePride präsentiert und selbiger offiziell eröffnet. Der Fantasypride ist sozusagen die Auftaktveranstaltung des 14 Tage andauernden ColognePride, welcher mit der CSD-Parade in Köln am 06. Juli endet.

Verteilt in dem Park gab es ebenfalls diverse Infostände, einigen davon habe ich auch einen kurzen Besuch abgestattet. Das Schöne ist auch bei solchen Großevents, man trifft viele nette Bekannte wieder, auch solche die man schon länger nicht gesehen hat. Manchmal kann natürlich auch seit dem letzten Treffen noch nicht einmal eine Woche vergangen sein wie bei diesem Kerl, welcher dem Wetter angepaßt in Bermudas und Tanktop erschien und recht lässig rüber kam. Ich habe mich auf jeden Fall gefreut, ausserdem hatte ich die Gelegenheit den Freund zumindest einmal kurz in Augenschein zu nehmen.

Kleinkunstveranstaltungen gab es auch, allerdings bin ich währenddessen mit einem lieben Kollegen durch den Park gezogen. Am späten Nachmittag findet dann immer die traditionelle Parade im Park statt, diesmal garniert mit diversen Mitwirkenden des Fantasyprides wie z. B. einige Teilnehmerinnen des Stöckellaufs.

Da ich schon seit mittags im Park war und nebst Kameratasche auch die ganze Zeit einen Rucksack mit allen möglichen und unmöglichen Dingen mit mir rumschleppte, war ersteinmal eine kurze Pause bei einer Tasse Kaffee mit einem anderen netten Kollegen angesagt.

Anschließend ging es gemeinsam in Richtung Westernstadt, wo im Western Saloon das Nightwash Fantasy-Pride-Special stattfand. Da nicht nur das “Brandenburger Tor”, “Alt Berlin” und diverse andere Gebäude mit Regenbogenflaggen verziert waren, sondern insbesondere die Westernstadt und gleichzeitig eine enorme Konzentration von Mitschwestern dort war, habe ich diesen Bereich kurzerhand in “Schwuppentown” umbenannt. Die Mitwirkenden des Nightwash Specials fand ich sehr amüsant und es hat mir gut gefallen. Direkt nach dem Special gab es einen fließenden Übergang zur Party für Freunde von Charts, Pop, Musik der 80er und 90er, sowie Musik für viele Geschmäcker, so daß eigentlich für jeden irgendetwas dabei war. Für Freunde der härteren Gangart gab es unweit in der Nähe von “Chinatown” noch eine weitere Location mit mehr housigen Klängen.

Und meine Lieben was soll ich sagen, mit dem Wetter haben wir noch einmal richtig Glück gehabt. :-)

Am späteren Mittag sah es noch nicht so gut aus, aber die Wolken verzogen sich, die Sonne schien bei angenehmen Temperaturen und ich habe mir einen Sonnenbrand im Nacken geholt, auch egal. Die Temperaturen waren bis zum Ende der Veranstaltung bzw. der Partys um 04.00 h noch durchaus sehr angenehm.

Da ich den Tag über so fleißig war, hatte ich mir nun kurzzeitig etwas Ruhe verdient. So hatte ich auch die Gelegenheit mich mit einigen Bekannten etwas länger zu unterhalten und neue Bekannte kennenzulernen. Ausserdem war es jetzt an der Zeit die beiden Dancefloors unsicher zu machen, was bis zum frühen Morgen andauerte.

Alles in Allem ein schöner Tag und ein prima Event.


Aber das kommende Wochenende wirft schon seine Schatten voraus…

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2 Antworten

  1. [...] der Auftaktveranstaltung dem Fantasypride am vorletzten Wochenende mit dem der 14 Tage andauernde ColognePride eingeleitet wurde, nähern wir [...]

  2. [...] es bestimmt wieder eine schöne Party werden, im vergangenen Monat war ich verhindert aufgrund des Fantasypride, diesmal lasse ich mir das natürlich nicht [...]

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