Neues in vielerlei Hinsicht…
…bot das vergangene Wochenende.

Zunächst die Breaking News: Ab Juni zieht nach rund 21 Jahren die Mandanzz-Party vom Ruhrgebiet ins Rheinland, genauer gesagt nach Düsseldorf ins Stahlwerk. Ab dem 13. Juni findet die nächste Mandanzz dort statt und von da ab wie gewohnt an jedem zweiten Samstag im Monat.
Im Stahlwerk fand auch eine Zeit lang die Schamlos-Partyreihe statt, von daher kenne ich die Location. Insgesamt stehen drei Areas zur Verfügung, zwei ebenerdig im Basement und eine in der ersten Etage, wovon zwei Areas für die Mandanzz genutzt werden in Zukunft. Das Stahlwerk ist ebenso wie die Zeche Carl ein altes Industriegebäude und ähnelt vom Ambiente her dieser, das frühere Café Rosa Mond lag ebenfalls nicht weit davon entfernt. Die ebenerdige Mainarea ist von der Größe her durchaus mit der Pop- und Chartsarea der Zeche Carl vergleichbar, der Technofloor im Erdgeschoß dürfte etwas kleiner als der jetzige sein und hat auch keine Galerie wie die bisherige Area in der Zeche Carl, was der Sache allerdings meiner Meinung nach keinen Abbruch tut. Die dritte Area in der ersten Etage wird nach meinen Infos vorläufig nicht genutzt werden, die Größe dieses Bereiches ist etwas kleiner als das Foyer der Zeche Carl und eher quadratisch geschnitten.
Das Foyer des Stahlwerks fällt im übrigen deutlich kleiner aus, dafür gibt es aber einen richtigen Outdoor-Bereich der seinen Namen auch verdient und dem die Zeche Carl nicht wirklich etwas entgegenzusetzen hat.
Dieser Bereich beginnt am Anfang des Geländes und erstreckt sich bis zum Eingang, ist mit Sand aufgeschüttet auf dem Liegestühle und weitere Sitzgelegenheiten sowie Tische stehen. Ein Thekenbereich ist ebenfalls dort vorhanden. Mann kann definitiv behaupten das Outdoor im Frühjahr/Sommer dort richtiges Beachfeeling aufkommt und man sehr angenehm relaxen, plaudern und mehr kann. Von daher ist der Wechsel im Sommer sicherlich der richtige Zeitpunkt um das auszukosten.
Parkplatztechnisch gibt es keinen auf eigenem Gelände wie bei der Zeche Carl, aber entlang der Strasse neben dem Stahlwerk verläuft in der Strassenmitte eine Allee unter deren Bäumen recht viele Autos geparkt werden können, ausserdem natürlich auch entlang der Strasse und Seitenstrassen, das Stahlwerk liegt quasi an einer Kreuzung. Eine 24-Std. Tankstelle befindet sich ebenfalls in Laufweite. Mit dem PKW und dem öffentlichen Nahverkehr ist das Ganze auch gut zu erreichen, obwohl nicht zentral im Zentrum von Düsseldorf gelegen.
Sicherlich habe ich mich über die Jahre auch an die Zeche Carl gewöhnt und sie ist mir vertraut, das beklagen auch im Forum der Website der Veranstalter einige Gäste und fangen an ihr nachzutrauern. Andererseits werden die Kommentatoren die neue Location nicht kennen, ansonsten wüßten sie das das Stahlwerk seine Reize hat und in der Summe seiner Eigenschaften nicht nur mindestens gleichwertig, sondern durchaus die bessere Wahl ist.
Davon abgesehen waren die Zustände in der letzte Zeit immer unerträglicher geworden, was die permanenten Diebstähle auf den Parkplätzen, das Prepaid-Kartensystem, teilweise die Security sowie auch das unmotivierte und schusselige Personal (wovon ich mich vergangenen Samstag wieder überzeugen konnte) betreffend.
Ich kann die Entscheidung der Veranstalter voll und ganz nachvollziehen, denn so wäre es auf Dauer nicht mehr weitergegangen ohne die Chance die Unzulänglichkeiten zu beheben und die Möglichkeit hätte wohl mittel- und langfristig nicht bestanden.
Im Forum klagen schon die ersten über die Entfernung, je nach dem von woher man kommt, andererseits dürfte auch ein neues Publikum genau aufgrund der Entfernung, sei es aus Düsseldorf, Wuppertal, dem Bergischen als solches oder auch Köln den Weg zur Party finden und damit erstens diejenigen “ausgleichen” welche den für sie u. U. weiteren Weg scheuen und zweitens für einen neuen Mix an Besuchern sorgen, was für alle Beteiligten durchaus interessant und erfrischend sein kann.
Ich beurteile das Ganze positiv, zumal auch die Mehrheit der Crew ebenfalls mit an Bord ist wie die DJ´s, Lightjockeys u. a.. Ab und zu kann auch ein Ende den besseren neuen Anfang hervorbringen, von daher ist vieleicht trotz der Umgewöhnung einmal ein wenig Optimismus und positives Denken angebracht.
In einem Punkt gebe ich allerdings den Kommentatoren im Forum recht, für das Ruhrgebiet bzw. seine schwul-lesbische Partyszene ist der Fortgang schlecht und ein Verlust über die Gesamtanzahl betrachtet, zumal diese Party für das Ruhrgebiet und besonders Essen natürlich eine Institution war. Düsseldorf wiederum tut es gut eine weitere attraktive Party neben der Amitabha, Schamlos und Pink Monkey´s zu haben, was es den Düsseldorfern und Umgebung sicher einfacher macht auch in ihrer Stadt auszugehen, anstelle desöfteren z. B. nach Köln zu fahren.
Und sonst? Diejenigen die mich nicht persönlich kennen hätten diesmal ganz einfach feststellen können wer sich hinter meinem hier im Blog gebräuchlichen Pseudonym verbirgt. Während der Fotografenkollege vom Fotoportal Inqueery die Partygäste ablichtete, weilte ich am Promotionstand der Colour-Party vom kommenden CSD in Köln und habe rund um diesen Stand einige Fotos geschossen, ebenfalls mit dem dementsprechenden T-Shirt aller Promoter bekleidet.
In den frühen Morgenstunden nach Ende der Promotion habe ich viel und ausgiebig noch auf der Bühne und den Podesten im Charts-/Popfloor getanzt und war von daher alleine schon durch das auffällige T-Shirt unübersehbar. Aber es wußte ja niemand das da ein Zusammenhang besteht.
Noch mehr Überraschungen gefällig? Zwar nicht für die Allgemeinheit, aber für mich persönlich zumindest. Nebst einigen Bekannten auch aus Köln und dem entfernten Münsterland, traf ich erwartungsgemäß ein nettes Wesen wieder über den ich schon einmal in einem ganz anderen Kontext auf der Schwupps in Mülheim (Stichwort “Der Hilfesuchende” im Zusammenhang mit dem Erklimmen von Boxen/Podesten zum Tanzen) berichtet hatte. Im letzten Monat bei der Schwupps habe ich dieses Wesen ein klein wenig näher kennengelernt und auf der Mandanzz hatte ich zwar zunächst wegen der oben beschriebenen Aktion keine Zeit, aber nach Abbau des Promotionstandes nahm der Abend doch noch eine angenehme Wendung in diesem Zusammenhang.
Also Ihr Lieben, Kraft des positiven Denkens optimistisch in die Zukunft geschaut und auf zu neuen Ufern im kommenden Monat in Düsseldorf.
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Posted on Montag 11. Mai 2009, in Event, Gay, Info, Location, News, Party, Photo, Privates and tagged Düsseldorf, Essen, Event, Gay, Lesbian, lesbisch, Location, Party, schwul, Veranstaltung. Bookmark the permalink. 4 Kommentare.











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