Archiv für den Monat Dezember 2011
Ein Tag im Leben von…
…so oder so ähnlich fangen oftmals Reportagen und Dokus an.
Nicht das wir ähnliche Einrichtungen auch hierzulande hätten wie viele schwul-lesbische Jugendzentren in Groß- und Kleinstädten, Projekte wie z. B. in Köln das Lebenshaus wo für Menschen mit Aids ein ambulantes betreutes Wohnen angeboten wird, das größte schwul-lesbische Jugendzentrum Deutschlands, das Anyway, ebenfalls in Köln und bespielsweise der Checkpoint wo nebst weiteren Angeboten u. a. HIV-Schnelltests möglich sind. In Berlin entsteht gerade das erste MehrgenerationenhausEuropas insbesondere für ältere Homosexuelle wo eine Alternative zu herkömmlichen Wohnformen geboten wird.So bestehen und entstehen in Deutschland eine Vielzahl von Angeboten für die LGBT-Community, das interessante an dem Eingangs genannten LA Gay & Lesbian Center in Los Angeles ist meines Erachtens das dort auch die bespielhaft in Deutschland angeführten Angebote alle unter einem Dach vereinigt sind. Nun könnte man meinen was daran liegt das Los Angeles über eine große Einwohnerzahl verfügt, wenn man allerdings das Umland von Los Angeles nicht berücksichtigt und das auf Berlin bezogen ebenfalls nicht in Betracht zieht liegen Berlin mit rund 3,5 Millionen Einwohnern und Los Angeles mit ca. 3,8 Millionen Bürgern gar nicht so weit auseinander.
Nur einmal nebenbei erwähnt, den wenigsten ist klar das z. B. San Francisco mit seiner sehr großen und aktiven LGBT Community nur eine Großstadt welche zwar größer als Frankfurt am Main, aber kleiner als Köln, Hamburg oder München ist, im Vergleich zu Berlin sowieso.
Wobei sich bei dieser Gelegenheit ein Vergleich zu Köln aufdrängt da San Francisco gemeinhin, nebst dem wesentlich größeren New York selbstverständlich, als so etwas wie die schwul-lesbische “Hauptstadt” der USA gilt. Analog zu Deutschland drängen sich meiner Meinung nach die Städte Köln und Berlin auf. Bevor jetzt ein Aufschrei durch die Lesergemeinde geht, natürlich sind die schwul-lesbischen “Hochburgen” in Deutschland wie Frankfurt am Main, Hamburg oder München sowie eine ganze Region wie das Ruhrgebiet nicht zu vernachlässigen im Vergleich zu den anderen Gegenden in Deutschland wo diese Konzentration eher weniger gegeben ist.
Zurück zum LA Gay & Lesbian Center, diese haben ein interessantes Video über ihre Einrichtung mit dem Titel: “A day in the Life of the Center” gedreht welches so ausschaut:
In dem Sinne, oftmals ist viel mehr mach- und erreichbar als man denkt, allerdings nur im Team ist man stark.
Zum guten Schluss steht zu Silvester das Finale an schwul-lesbischen Partys…
…bevor und davon gibt es reichlich:
- “Frisky Friday on Main Street” im Exile on Mainstreet in Köln ab 21 h
- “Dance Desire” im Le Carrousel in Köln ab 22 h
- “Freaky Friday” im Clip Cologne in Köln ab 21 h
- “Thank God it´s Friday” im CK Studio in Frankfurt ab 23 h
- “Friday Night” im KC Kings Club in Stuttgart ab 22 h
- “PopParty XXL” in der Klangwelt in München ab 22 h
- “Pre-Opening Silvesterparty” im Goya in Berlin ab 23 h
Samstag 31.12.2011 (Silvester)
- “Silvesterparty” im KCM in Münster ab 22 h
- “Silvester-Spektakel” im Stargate in Bochum ab 23 h
- “Silvester-Party” im Seitensprung in Düsseldorf ab 20 h
- “Amitabha Silvester-Party” in der Berolina Bay in Düsseldorf ab 22 h
- “Silvester Dschungel Party” im Clip Cologne in Köln ab 20 h
- “Silvester im Le Carrousel” im Le Carrousel in Köln ab 20 h
- “Silvester Special” im Exile on Mainstreet in Köln ab 21 h
- “New Year Party” in der Ix-Bar in Köln ab 21 h
- “Silvester in der Mumu” in der Mumu in Köln ab 20 h
- “New Year Party” im Ex-Corner in Köln ab 20 h
- “Flashdance Silvester-Special” im Zeughaus24 in Köln ab 21 h
- “Silvesterparty” in der Maxbar in Köln ab 22 h
- “Fünf vor Zwölf Party” in der Blue Lounge in Köln ab 23.30 h
- “My Secret Garten Silvesterspecial” im Kunsthaus Rhenania in Köln ab 22 h
- “Fireworks” im Venue in Köln ab 23 h
- “Another Level – Silvesterparty” im CK Studio in Frankfurt ab 23 h
- “Produktzwei” in der Discothek Zwei in Mannheim ab 22 h
- “In the Kings Club Silvesterparty” im KC Kings Club in Stuttgart ab 22 h
- “Elfzwölf” im Kellergewölbe in Stuttgart ab 22 h
- “Silvesterbash” im 136 Grad in Hamburg ab 23 h
- “SchwuZ Silvesterparty” im Schwuz in Berlin ab 23 h
- “GMF New Years Eve” im Tape Club in Berlin ab 23 h
Sonntag 01.01.2012 (Neujahr)
- “Silvester 2011″ im Berghain in Berlin ab 1 h
- “Greenkomm – New Year Special” im Nachtflug in Köln ab 6 h
In dem Sinne, wünsche ich Euch viel Spass beim Feiern und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Schwul im Weltall – where no gay has gone before…
…könnte man untertiteln in Anlehnung an das Intro einer jeden Folge von Star Trek.
Allerdings wurde eine Folge welche optisch an die erste Staffel der Star Trek Serie angelehnt ist und sich zeitlich hinter der allerersten Staffel einreiht mit dem Titel “Blood and Fire” produziert und zwar von Fans der Serie. Diese Star Trek Staffel unter dem Namen “Star Trek: New Voyages” wurde als Webserie konzipiert und von Fans der Serie produziert. Wie auf der Website des Projektes nachzulesen ist haben sich aufgrund der hohen Qualität der Fan-Serie auch Schauspieler der Originalserie wie u. a. Walter Koenig (Chekov) und George Takei (Sulu) an diesem Projekt beteiligt indem sie ihre urspürnglichen Rollen in dieser neuen Serie wiederaufnahmen. Die Serie änderte dann nach einiger Zeit ihren Namen und wurde umgetauft zu “Star Trek: Phase II”. Die einzelnen Episoden des Fan-Film-Projektes sind übrigens im Internet frei verfügbar und können downgeloaded werden.
Die Episode “Blood und Fire” um die es hier geht wurde übrigens von ihrem Autor David Gerrold ursprünglich für die Star Trek Staffel “Star Trek: The Next Generation” geschrieben und dem die Serie produzierendem Studio vorgeschlagen welche aber bedenken hatten ein offen schwules Paar im Rahmen der Serie zu zeigen, so daß letztendlich das Script im Rahmen des o. g. Fan-Film-Projektes von Carlos Pedraza umgeschrieben und von David Gerrold als Regisseur realisiert wurde.
Im umgeschriebenen Script der Folge wurde zunächst eine schwule Beziehung nur angedeuted, aber letztendlich in der finalen Fassung thematisch ausgeweitet. Nebenbei sei erwähnt das diese Folge, der Prüderie sei Dank, unter Beschuss geriet weil sie einen Zungenkuss des Paares im Bett eines der Crewmitglieder zeigt.
Die Storyline der unten gezeigten Ausschnitte aus besagter Episode läßt sich wie folgt zusammenfassen:
Bei einem Angriff auf die Enterprise durch die Klingonen werden mehrere Crewmitglieder verletzt, eines davon ist der Sohn von Captain James T. Kirk, Peter Kirk, welcher ebenfalls an Bord seinen Dienst verrichtet. Vor dieser Mission hat der Captain seinen Sohn zwei Jahre lang nicht gesehen und ihm fällt es nach wie vor schwer dessen Homosexualität zu akzeptieren.
Die Enterprise empfängt einen SOS-Hilferuf und begibt sich in Richtung der Signalquelle, zur weiteren Aufklärung soll ein Missionsteam zusammengestellt werden wobei Captain Kirk gegenüber Mr. Spock die Teilnahme seines Sohnes daran verweigert, was er mit dessen Verletzung begründet woraufhin Mr. Spock ihm ein Übermaß an Besorgtheit vorwirft. Die Verletzung ist zwar nicht schön aber sie ist weniger schlimm als sie aussieht, darum ist auch Peter Kirk sehr erbost darüber das er an der Mission nicht teilnehmen kann und spricht mit einem anderen Vulkanier darüber.
Daraufhin zieht sich Kirk junior in seine Kabine zurück und wird von seinem Boyfriend Alex besucht der nach seinem Wohlbefinden schauen will nach dessen Behandlung auf der Krankenstation am Anfang der Episode.
Dann kommen wir zur leicht homoerotisch angehauchten und wie oben geschrieben kritisierten Szene wo beide auf dem Bett liegen, sich küssen, ein wenig miteinander kuscheln und Alex die Verletzungen seines Freundes begutachtet. Auch die Dialoge in dieser Szene sind übrigens ganz nett gestaltet, zumindest meiner Meinung nach:
Peter möchte auch nicht erst das Ende der Mission abwarten sondern direkt auf dem (Raum-)Schiff heiraten. Wie schon in früheren Zeiten durchaus üblich wurden und werden auf Schiffen Ehen geschlossen, dieser langen Tradition folgend ist das selbstverständlich in der “Neuzeit” auf Raumschiffen anscheinend ebenfalls gang und gäbe.
Selbst die in der Jetztzeit bei vielen Frauen noch so beliebten Doppelnamen finden ihr Pendant indem Peter seinen Freund in der Szene mit “Alex Freeman-Kirk” tituliert. Während noch nach Herzen herumgeknutscht wird passiert übrigens noch ein kleines Mißgeschick, aber schaut Euch das gleich selbst an.
Um die Sache in die Wege zu leiten muß natürlich der Sohn den Vater mit seinem Heiratswunsch bzw. der Eheschließung konfrontieren. Kirk fragt Mr. Spock, im Anschluss an das Gespräch zwischen Vater und Sohn, ob er der einzige sei der von der Beziehung seines Sohnes noch nichts wußte. Zum guten Schluss des folgenden Ausschnitts unterhalten sich Peter und Alex noch darüber wie der Captain reagiert hat und über ihre Familien.
Solch ein Sohn hätte durchaus dem James T. Kirk aus der Originalserie gut zu Gesicht gestanden, ein ansehnliches und symphatisches Kerlchen. Das hätte wohl dem Hauptdarsteller des Originals, William Shatner, wahrscheinlich weniger gefallen da dieser gelegentlich durch leicht homophobe Äußerungen von sich Reden macht und auch der Hochzeit seines Schauspielerkollegen George Takei ferngeblieben ist obwohl er zu den geladenen Gästen zählte.
In dem Sinne, nicht nur die Vergangenheit und Gegenwart sondern auch die Zukunft der menschlichen Rasse ist zumindest teilweise schwul.
Manchmal werden Wünsche wahr…
…allerdings nicht nur zu Weihnachten.

Ich hätte da noch einen Tipp für die Kölner, das Umland sowie die nähere Umgebung. Um 19.15 h findet traditionell das Weihnachtsläuten des Kölner Doms statt. An diesem Tag wird die größte Glocke, der sogenannte “decke Pitter”, erklingen. Vor längerer Zeit brach der Klöppel, aber rechtzeitig vor Weihnachten wurde der reparierte Klöppel noch eingebaut. Vor dem Dom befindet sich auf dem Roncalliplatz ein Weihnachtsmarkt von wo man dem Geläute sehr schön beiwohnen kann.
Seit 1924 beherbergt der Kölner Dom mit der St. Petersglocke, die von den Kölnern liebevoll als „D’r decke Pitter“ oder einfach als „Decker Pitter“ bezeichnet wird, die mit rund 24.000 kg größte freischwingende Kirchenglocke der Welt. Sie wurde 1923 als Ersatz für die vorherige – einen Halbton höher klingende, jedoch ca. 2.000 kg schwerere – Kaiserglocke („Gloriosa“) aus dem Jahr 1875 gegossen, die 1918 zu Kriegszwecken abgeliefert werden musste. Quelle Wikipedia
In dem Sinne!





