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Das erwartet Euch in Kürze in allen Medien…

…in Form eines TV- und Kinospots.

Erst vorgestern wurde die neue Kampagne zum Welt-Aids-Tag 2012 am ersten Dezember der Öffentlichkeit vorgestellt. Parallel dazu wurde der Spot online gestellt welcher demnächst im Vorprogramm vieler Kinos und auf allen bekannten TV-Kanälen laufen wird.

Hier ist übrigens der Spot zum Welt-Aids-Tag vom letzten Jahr:

In dem Sinne, Positiv zusammen leben – aber sicher!

Egal ob HIV-positiv oder nicht…

…den Rückhalt seiner Freunde sollte man immer haben, vielleicht gerade dann noch umso mehr wenn man HIV hat.

(Quelle: BZgA / Welt-Aids-Tag.de)

In nur wenigen Wochen wird wieder am 1. Dezember der Welt-Aids-Tag begangen. Heute wurde die neue Kampagne zum WAT 2012 offiziell vorgestellt sowie die neuen Botschafter die ihr ein Gesicht verleihen auf Postkarten, Plakaten und Anzeigen sowie in Kino- und TV-Spots. Der Weg welcher im letzten Jahr mit den Kampagnenbotschaftern eingeschlagen wurde wird auch in diesem Jahr fortgeführt in dem Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen bzw. zu unterschiedlichen Aspekten der Kampagne persönlich für mehr Toleranz, besser noch Akzeptanz werben und die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren das HIV ein Thema ist was jeden etwas angeht.

Eine der Ideen dieser Kampagne, HIV nicht als etwas anonymes darzustellen sondern mit konkretem Bezug zu realen Menschen die von HIV betroffen sind, wurde auch im letzten Jahr zum Welt-Aids-Tag  in ähnlicher Form in Amerika aufgegriffen mit einer Kampagne unter dem Titel “Faces of HIV”.

Von den unterschiedlichen Motiven ist das oben gezeigte eins in dem es um Freundschaft geht und den Rückhalt den Menschen in ihren Freunden finden und haben sollten. Letzten Endes kann jeder Mensch auf dieser Welt mit jedem Menschen befreundet sein wenn er/sie das möchte, denn Freund sein gehört zum Mensch sein meiner Meinung nach dazu und die Umstände und Situationen spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle, sind letztendlich zweitrangig. Ich habe allerdings nicht hier im Blog sondern beim Teilzeitblogger etwas dazu geschrieben, was es für mich bedeuted mit einem HIV-positiven Menschen befreundet zu sein, wie es dazu kam und sich unsere Freundschaft entwickelte, genauso wie sich das im alltäglichen Leben abspielt. Wie Ihr nachlesen könnt schließe ich meinen Gastbeitrag auf dem Blog “Der Teilzeitblogger” von Marcel mit den Worten: “In dem Sinne, schön das wir befreundet sind.” und ich suche mir meine Freunde wahrlich sehr gut aus, wer mich besser kennt weiß das, denn was zählt ist das er ein toller Mensch ist und zwar in jeglicher Hinsicht und genau darum sind wir befreundet.

In dem Sinne.

Die Übernahmen häufen sich bei den schwul-lesbischen Medien…

…und wie es aussieht alles nur eine Frage der Zeit.

LGBT

Im Verlauf der letzten zwei Jahre veränderte sich die schwul-lesbische Medienlandschaft rasant und eine Konzentration von einer Vielzahl von Anbietern hin zu einer Reduzierung auf einige wenige Anbieter ist in Deutschland festzustellen. Das kann man zwar nicht zur Gänze so behaupten, da sich einige Medien auch vorher schon im Besitz relativ weniger Unternehmen (-gruppen) befunden haben, allerdings verschieben sich seit einiger Zeit die Besitzverhältnisse. Wenige Neugründungen sind zwar ebenfalls zu verzeichnen, wobei im Einzelfall kein relevanter Progress stattfindet und es in einigen Fällen nur eine Frage der Zeit sein dürfte bis diese Neustarts auch wieder, zumindest mittelfristig, in der Versenkung verschwinden.

Nach der Mitte Juni bekanntgewordenen Übernahme des Kölner Szenemagazins “rik” und des Frankfurter Pendants “GAB” durch das in Berlin ansässige Magazin “blu” wurde von einigen Seiten erwartet, dass das ebenfalls zum Publigayte-Medienverbund gehörende schwul-lesbische Magazin “EXIT” (für die Regionen Düsseldorf und Ruhrgebiet sowie NRW) früher oder später auch den Besitzer wechselt. Mit einer Verzögerung von gut einem Monat ist genau dieser Fall Anfang der letzten Woche eingetreten. Mitte letzter Woche wurde dies dann offiziell verkündet bei dem Onlineportal Inqueery.de welches ebenfalls derzeit noch den gemeinsamen Internetauftritt der Magazine rik, GAB und EXIT  bildet, allerdings nicht mit verkauft wurde sondern bis auf weiteres von der MATTEI Medien GmbH betrieben wird. Wie schon im Fall der rik und GAB beabsichtigt auch der neue Eigentümer (blu) alle Arbeitsplätze der EXIT zu erhalten, was wiederum zu begrüßen ist, allerdings steht dem Redaktionsteam ein Umzug vom derzeitigen Standort Düsseldorf nach Köln in die Räume der rik bevor, worüber sich doch der eine oder andere Mitarbeiter freuen dürfte.

Nach Bekanntwerden der Übernahme, bespielsweise durch das Onlineportal Queer.de am Dienstag der vergangenen Woche, wurde übrigens die Website der “blu” gehackt mit einem sogenannten Defacement. Im Klartext bedeuted das eine Verunstaltung der Website und es wurden mehrere “Tittenbilder” gezeigt sowie eine Frau die in eindeutiger Stellung in anscheinend freudiger Erwartung der Dinge die da kommen mögen vor einem erigierten Penis kniet. Die Fotos zierten die Überschrift “Werdet alle Hetero!!!”, dieser Hack wurde vom o. g. Onlineportal bemerkt und auch direkt eine Meldung dazu verfaßt, auch mir blieb das nicht verborgen und ich konnte diese Aktion quasi live in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ebenfalls mitverfolgen. Die Website Blu.fm wurde dann in den Wartungsmodus versetzt und ist inzwischen allerdings wieder in der gewohnten Form online.

Ob allerdings wie Queer.de mutmaßte das Bekanntwerden der Übernahme und der Hack in einem kausalen Zusammenhang stehen könnten vermag ich nicht zu beurteilen. Was ich allerdings sehr wohl beurteilen kann ist das der Administrator der Website wohl nicht sonderlich gut vorgesorgt hat die Sicherheit des Servers und/oder CMS betreffend, auf und mit dem die Website betrieben wird, um genau solchen Fällen bzw. Eventualitäten vorzubeugen.

In dem Sinne, das “(Medien-) Karussel dreht sich weiter” und wir lassen uns überraschen was die Zukunft bringt.

Es raschelt im schwul-lesbischen Blätterwald und die Medienlandschaft verändert sich…

…wie die neuesten Entwicklungen ebenso wie dieses Jahr über zeigen.

Man könnte auch aufgrund der bisherigen Ereignisse sagen die schwul-lesbischen Medien rücken näher zusammen und einige variieren auch ihre Zielgruppen. Wenn ich über Letzteres rede meine ich bespielsweise die in sowie für Köln erscheinende schwul-lesbische Boulevardzeitung “Flash” welche vor wenigen Jahren für die LGBT-Community antrat und sich mittlerweile als Kölns “multisexuelle” Szenezeitung versteht. Das deckt natürliche das queere Spektrum von schwul, lesbisch über bisexuell bis hin zu transgender ab, allerdings schließt das auch genauso gut heterosexuelle Leser als Zielgruppe ausdrücklich mit ein. Trotz der größeren Einwohnerzahlen in Städten wie Berlin, Hamburg oder München dürfte der prozentuale Anteile an Schwulen und Lesben in Köln höher sein, aber das scheint als Zielgruppe(n) nicht alleine auszureichen zur Finanzierung von schwul-lesbischen Printmedien.

Vor gut einem Jahr wechselte der nicht nur deutschlandweit sondern auch international tätige Bruno Gmünder Verlag aus Berlin als Schwergewicht der schwul-lesbischen Verlagsbranche den Besitzer und wird seit dem umgebaut mit weiteren Ausrichtungen für die Zukunft. An der Spree in der Bundeshauptstadt fanden nach 17 Jahren in 2011 ebenfalls im Bereich der schwul-lesbischen Printmedien weitere größere Veränderungen statt als sich der Jackwerth Verlag von dem Stadtmagazin  “Siegessäule”, den Zeitschriften “L-Mag” und “Du&Ich” sowie weiteren begleitenden Onlineangeboten trennte.

Andererseits sind zwar auch Neuzugänge im Printbereich zu verzeichnen wie bespielsweise im Ruhrgebiet mit dem Magazin “Fresh” sowie dem Flyermagazin “Ruhrgaybiet” im vorletzten Jahr, aber es beschleicht einen das Gefühl das von Progress bzw. Expansion in dem Bereich eher weniger zu spüren ist. Vor gut drei bis vier Jahren versuchte das ebenfalls in Berlin ansässige allerdings deutschlandweit tätige Magazin “blu” schon einmal die Fühler nach Köln auszustrecken mit einer Dependance, scheiterte allerdings seinerzeit an der statthaften Präsenz der langjährig etablierten sowie marktführenden “rik”. Obwohl der Kölner Markt in diesem Medienbereich nicht gerade klein ist schien allerdings kein Platz zu sein für ein ähnliches weiteres Magazin. Noch vor zwei Jahren wurde im Rahmen einer grossen Party das insgesamt 25-jährige Jubiläum des Magazins gefeiert.

Nun kommt man sozusagen durch die Hintertür von dieser Seite, denn kurz vor dem Wochenende wurde die Übernahme der “rik” sowie dem in Frankfurt beheimateten Partnermagazin “GAB” durch die “blu” offiziell bekanntgegeben. Wenn man die Ereignisse der jüngeren Vergangenheit betrachtet kann man im Printbereich durchaus von einer Konsolidierung der schwul-lesbischen Medien in Deutschland sprechen. Das mag einerseits des sich mittlerweile veränderten demografischen Faktors geschuldet sein was die Altersstruktur der Gesellschaft in Deutschland betrifft, womit die Verschiebung des Verhältnis von immer weniger jüngeren hin zu immer mehr älteren Menschen gemeint ist und sich natürlich genauso gut im LGBT-Bereich wiederspiegelt. Auf der anderen Seite kommt natürlich auch allgemein sowie im speziellen die Veränderung der Mediennutzung von Print hin zu Online zum Tragen, welche ein immer stärkeres Gewicht erfährt insbesondere je jünger die Menschen sind was inzwischen etliche Studien weltweit in den Industrienationen belegen.

Übernahmen sind zwar oftmals mit einem negativen Beigeschmack behaftet im Unternehmensbereich was aber wie genug Beispiele zeigen nicht zwingend der Fall sein muss, sondern im Gegenteil Marktpositionen stärken und ausbauen kann. Auf der Habenseite dieser Fusion sind sicherlich die komplette Übernahme der bewährten Teams sprich Mitarbeiter an beiden Standorten zu verbuchen sowie die Gewähr einer unabhängigen schwul-lesbischen Medienlandschaft im Printbereich.

Um Matthias Eiting, einen der beiden Herausgeber (zusammen mit Christian Beese), zu zitieren: “Nach 14 Jahren war es für uns Zeit, mal was Neues zu machen.” was ich sehr gut persönlich nachvollziehen kann weil mir das momentan bzw. seit einiger Zeit ähnlich geht.

In dem Sinne, auf zu neuen Ufern.

Doktorspiele oder aber Werbung der anderen Art…

…für die Benutzung bzw. den Kauf von Einwegspritzen.

Der Firma Nirlife (eine Abteilung für Gesundheitsartikel des indischen Unternehmens Nirma Limited welches beispielsweise auch Antibiotika herstellt) wirbt in einer neuen Printwerbekampagne für seine Einwegspritzen mit Motiven die an erotische Doktorspiele erinnern untertitelt mit der Botschaft das die Mehrfachverwendung von Spritzen im Gegensatz zum Einsatz von Einwegspritzen die zweithäufigste Ursache für eine HIV-Infektion sind.

Wenn man bedenkt das vom Kleinkind bis zum Erwachsenen die meisten Menschen generell eher eine Abneigung gegen Spritzen haben, allerdings bei einigen Erwachsenen Doktorspiele durchaus erotische Assoziationen wecken nicht ungeschickt gewählt. Andererseits ändert das natürlich nichts an der Problematik das z. B. Drogenabhängige bei nicht ausreichender Versorgung mit Einwegspritzen dazu neigen könnten diese durchaus mehrfach zu verwenden, was wiederum ein Infektionsrisiko unabhängig des Einsatzes von Einwegspritzen erhöht da sie eben nicht nur einmalig verwendet werden wie vorgesehen.

Unabhängig davon sind die Motive (via Ads of the World by WebMediaBrands) der Printkampagne sehr unkonventionell im Gegensatz zu Werbekampagnen anderer Hersteller von Gesundheitsartikeln. Das erste von insgesamt drei Motiven:

Motiv 2

Motiv 3

In dem Sinne, schöner als sich eine Spritze verpassen zu lassen sind dann doch eher die (Doktor-) Spiele der anderen Art.

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