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Homophobie ist noch immer ein Thema im Profisport…

…und insbesondere im Fussball.

Multimedia - Video

Trotz einiger aufsehnerregender Outings im Profi-Fussball im Laufe diesen Jahres in Amerika sowie in Deutschland, teils von aktiven oder auch nicht mehr aktiven Fussballern und diverser guter Aktionen einiger Fussballclubs in Stadien, ist Homophobie im Fussball nach wie vor ein Thema. Diesem Umstand hat sich vor einiger Zeit ein mittels Crowdfunding produziertes Video angenommen:

In dem Sinne, der Tag wird kommen.

Man kann nicht nur mit den Augen sehen sondern auch mit seinem Herzen…

…wie dieser bei den Teddy Awards ausgezeichnete Film zeigt.

Multimedia - Video

Leonardo ist von Geburt an blind und hat eine innige Bindung zu einer seiner Mitschülerinnen welche seine beste Freundin ist und heimlich in ihn verliebt. Eines Tages kommt mit Gabriel ein neuer Schüler in seine Klasse und zwischen ihm, Leonardo und der Schulfreundin entwickelt sich eine Freundschaft. Zu Beginn des Kurzfilms ist noch nicht klar wohin die Reise geht und wie sich die Beziehungen zueinander entwickeln, aber nachdem die Beziehung zwischen Leonardo und Gabriel immer intensiver wird merkt Leonardo nach und nach das er schwul ist und verliebt in seinen Mitschüler. Bei Gabriel weiß man am Anfang noch nicht so genau wie er zu Leonardo steht bis eines Tages aufgrund einer mißverständlichen Situation der Film eine überraschende Wendung nimmt.

Hinweis: Der Kurzfilm ist mit englischen Untertiteln welche sich einschalten lassen beim Klick auf CC (Captions) bzw. voreingestellt wurden.

Der Film “Hoje eu quero voltar sozinho” (“The way he looks”) war zunächst als Kurzfilm veröffentlicht worden und aus diesem brasilianischen Liebesfilm wurde nun eine Kinofassung gemacht welche bei den 28. Teddy Awards in Berlin zum besten Spielfilm ausgezeichnet wurde.

In dem Sinne, “Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.” Antoine de Saint-Exupéry

Outing in der Arbeitswelt…

…das macht der CSD in Stuttgart zum Thema und Motto.

Das Motto des Stuttgarter CSD (20. bis 29.07.2012) lautet: “Gleichbeschäftigt” und will auf die Situation von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender in der Arbeitswelt aufmerksam machen da nur rund 50 Prozent ein “Coming-out” am Arbeitsplatz haben bzw. ihre sexuelle Orientierung öffentlich machen, während die andere Hälfte aus Angst vor Diskriminierung, Benachteiligung, Mobbing, Befürchtung des Jobverlustes und weiteren Repressalien dies lieber verschweigt. Um die Problematiken die mit einer Geheimhaltung der sexuellen Orientierung aus den o. g. Gründen verbunden sind besser zu veranschaulichen und welche positiven Effekte das bewirken kann wenn das Gegenteil der Fall ist veranschaulichen die Organisatoren in einem gut gemachten Video zum Thema bzw. Motto:

In dem Sinne, gleichberechtigt und gleich_beschäftigt.

Die Opfer von Homophobie und Mobbing werden immer jünger…

…das scheint ein trauriger Trend zu werden der endlich gestoppt werden muß.

LGBT Rainbow Colours

Wie CNN gestern berichtet hat sich der 14-jährige Teenager Kenneth James Weishuhn aus Iowa nach dem er sich vor einigen Monaten als schwul geoutet hatte aufgrund andauernden Mobbings durch seine Mitschüler am vergangenen Wochenende das Leben genommen. Dabei werden Erinnerungen an den gleichaltrigen Jamey Rodemeyer wach der im Herbst letzten Jahres unter ähnlichen Umständen Selbstmord beging und dessen Tat auf ein großes mediales Echo stieß und auch Weltstars wie Lady Gaga im Rahmen eines ihrer Konzerte auf die weitverbreiteten Mißstände des sogenannten “Bullyings” aufgrund der sexuellen Orientierung insbesondere unter Jugendlichen und Heranwachsenden an Schulen sowie auch Universitäten aufmerksam machte. In dem Zusammenhang denkt man auch unweigerlich an einen besonders tragischen und vor allen Dingen langjährigen Leidensweg von Eric James Borges dessen Selbstmord Anfang diesen Jahres ebenfalls für große Aufmerksamkeit in den Medien sorgte.

Kenneth James Weishuhn wurde auch insbesondere via Facebook in Form von Posts und Messages gemobbt, weitere Details sind bislang noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen und der Schulleiter Dan Moore wollte in einem Interview mit dem “Sioux City Journal” keine weiteren Angaben über die genauen Umstände machen und in wieweit Bullying eine Rolle gespielt hat. Der Fall wird derzeit noch von der dortigen Polizei genauer untersucht.

Ironie des Schicksals scheint es zu sein das der Tod in dieselbe Woche fällt in der der Film “Bully“, in dem das “Bullying” thematisiert wird, seine Premiere in amerikanischen Kinos hatte.

Am Freitag den 19.04. findet die Trauerfeier und Beisetzung von Kenneth James statt, in Erinnerung an den Teenager haben Freunde ein Video bei YouTube hochgeladen:

In dem Sinne, es wird Zeit das sich etwas ändert.

Du kannst spielen und das ist das Einzige was zählt…

…oder sollte es zumindest sein.

LGBT Colours

Mit dem Titel “You can play” hat erstmals ein Profiteam der Nationalen Eishockey Liga (NHL) in den USA einen Spot gegen Homophobie im Profisport veröffentlicht. Im Rahmen der gleichzeitig ins Leben gerufenen Kampagne unter demselben Titel werden für die restliche Saison die verschiedenen Spots während der TV-Übertragungen gezeigt an denen sich insgesamt 30 Spieler der NHL beteiligt haben. Mit ins Leben gerufen wurde die Kampagne von Patrick Burke, ein Talentscout der Philadelphia Fylers, dessen schwuler Bruder Brendan durch sein Outing als Manager der Eishockey Mannschaft der Miami University (Ohio) grosse Schlagzeilen machte und durch einen tragischen Autounfall im Alter von nur 21 Jahren vor zwei Jahren verstarb. Nach wie vor ist Homophobie im Profisport bei vielen Sportarten ein Thema, nicht nur beim Eishockey sondern insbesondere auch beim Fussball. Das Thema wird trotz einiger begrüßenswerter Initiativen in der letzten Zeit in verschiedenen Ländern wie auch in Deutschland immer noch totgeschwiegen bzw.  bewußt nicht zur Kenntnis genommen und verdrängt, obwohl jedem halbwegs logisch denkenden Menschen klar ist das es nicht sein kann das ausgerechnet im Profisport keine schwulen oder lesbischen Sportler/-innen existieren.

In dem Sinne, das einzig entscheidende im Sport ist das man(n) oder die Mannschaft gewinnt und nichts anderes zählt.

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