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Man kann nicht nur mit den Augen sehen sondern auch mit seinem Herzen…

…wie dieser bei den Teddy Awards ausgezeichnete Film zeigt.

Multimedia - Video

Leonardo ist von Geburt an blind und hat eine innige Bindung zu einer seiner Mitschülerinnen welche seine beste Freundin ist und heimlich in ihn verliebt. Eines Tages kommt mit Gabriel ein neuer Schüler in seine Klasse und zwischen ihm, Leonardo und der Schulfreundin entwickelt sich eine Freundschaft. Zu Beginn des Kurzfilms ist noch nicht klar wohin die Reise geht und wie sich die Beziehungen zueinander entwickeln, aber nachdem die Beziehung zwischen Leonardo und Gabriel immer intensiver wird merkt Leonardo nach und nach das er schwul ist und verliebt in seinen Mitschüler. Bei Gabriel weiß man am Anfang noch nicht so genau wie er zu Leonardo steht bis eines Tages aufgrund einer mißverständlichen Situation der Film eine überraschende Wendung nimmt.

Hinweis: Der Kurzfilm ist mit englischen Untertiteln welche sich einschalten lassen beim Klick auf CC (Captions) bzw. voreingestellt wurden.

Der Film “Hoje eu quero voltar sozinho” (“The way he looks”) war zunächst als Kurzfilm veröffentlicht worden und aus diesem brasilianischen Liebesfilm wurde nun eine Kinofassung gemacht welche bei den 28. Teddy Awards in Berlin zum besten Spielfilm ausgezeichnet wurde.

In dem Sinne, “Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.” Antoine de Saint-Exupéry

Outing in der Arbeitswelt…

…das macht der CSD in Stuttgart zum Thema und Motto.

Das Motto des Stuttgarter CSD (20. bis 29.07.2012) lautet: “Gleichbeschäftigt” und will auf die Situation von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender in der Arbeitswelt aufmerksam machen da nur rund 50 Prozent ein “Coming-out” am Arbeitsplatz haben bzw. ihre sexuelle Orientierung öffentlich machen, während die andere Hälfte aus Angst vor Diskriminierung, Benachteiligung, Mobbing, Befürchtung des Jobverlustes und weiteren Repressalien dies lieber verschweigt. Um die Problematiken die mit einer Geheimhaltung der sexuellen Orientierung aus den o. g. Gründen verbunden sind besser zu veranschaulichen und welche positiven Effekte das bewirken kann wenn das Gegenteil der Fall ist veranschaulichen die Organisatoren in einem gut gemachten Video zum Thema bzw. Motto:

In dem Sinne, gleichberechtigt und gleich_beschäftigt.

Die Opfer von Homophobie und Mobbing werden immer jünger…

…das scheint ein trauriger Trend zu werden der endlich gestoppt werden muß.

LGBT Rainbow Colours

Wie CNN gestern berichtet hat sich der 14-jährige Teenager Kenneth James Weishuhn aus Iowa nach dem er sich vor einigen Monaten als schwul geoutet hatte aufgrund andauernden Mobbings durch seine Mitschüler am vergangenen Wochenende das Leben genommen. Dabei werden Erinnerungen an den gleichaltrigen Jamey Rodemeyer wach der im Herbst letzten Jahres unter ähnlichen Umständen Selbstmord beging und dessen Tat auf ein großes mediales Echo stieß und auch Weltstars wie Lady Gaga im Rahmen eines ihrer Konzerte auf die weitverbreiteten Mißstände des sogenannten “Bullyings” aufgrund der sexuellen Orientierung insbesondere unter Jugendlichen und Heranwachsenden an Schulen sowie auch Universitäten aufmerksam machte. In dem Zusammenhang denkt man auch unweigerlich an einen besonders tragischen und vor allen Dingen langjährigen Leidensweg von Eric James Borges dessen Selbstmord Anfang diesen Jahres ebenfalls für große Aufmerksamkeit in den Medien sorgte.

Kenneth James Weishuhn wurde auch insbesondere via Facebook in Form von Posts und Messages gemobbt, weitere Details sind bislang noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen und der Schulleiter Dan Moore wollte in einem Interview mit dem “Sioux City Journal” keine weiteren Angaben über die genauen Umstände machen und in wieweit Bullying eine Rolle gespielt hat. Der Fall wird derzeit noch von der dortigen Polizei genauer untersucht.

Ironie des Schicksals scheint es zu sein das der Tod in dieselbe Woche fällt in der der Film “Bully“, in dem das “Bullying” thematisiert wird, seine Premiere in amerikanischen Kinos hatte.

Am Freitag den 19.04. findet die Trauerfeier und Beisetzung von Kenneth James statt, in Erinnerung an den Teenager haben Freunde ein Video bei YouTube hochgeladen:

In dem Sinne, es wird Zeit das sich etwas ändert.

Du kannst spielen und das ist das Einzige was zählt…

…oder sollte es zumindest sein.

LGBT Colours

Mit dem Titel “You can play” hat erstmals ein Profiteam der Nationalen Eishockey Liga (NHL) in den USA einen Spot gegen Homophobie im Profisport veröffentlicht. Im Rahmen der gleichzeitig ins Leben gerufenen Kampagne unter demselben Titel werden für die restliche Saison die verschiedenen Spots während der TV-Übertragungen gezeigt an denen sich insgesamt 30 Spieler der NHL beteiligt haben. Mit ins Leben gerufen wurde die Kampagne von Patrick Burke, ein Talentscout der Philadelphia Fylers, dessen schwuler Bruder Brendan durch sein Outing als Manager der Eishockey Mannschaft der Miami University (Ohio) grosse Schlagzeilen machte und durch einen tragischen Autounfall im Alter von nur 21 Jahren vor zwei Jahren verstarb. Nach wie vor ist Homophobie im Profisport bei vielen Sportarten ein Thema, nicht nur beim Eishockey sondern insbesondere auch beim Fussball. Das Thema wird trotz einiger begrüßenswerter Initiativen in der letzten Zeit in verschiedenen Ländern wie auch in Deutschland immer noch totgeschwiegen bzw.  bewußt nicht zur Kenntnis genommen und verdrängt, obwohl jedem halbwegs logisch denkenden Menschen klar ist das es nicht sein kann das ausgerechnet im Profisport keine schwulen oder lesbischen Sportler/-innen existieren.

In dem Sinne, das einzig entscheidende im Sport ist das man(n) oder die Mannschaft gewinnt und nichts anderes zählt.

Weihnachten wurden Wünsche war durch die Abschaffung von…

…”Don´t ask, don´t tell” (DADT) bei den amerikanischen Streitkräften.

(Quelle: Unicornbooty, Whether or Not – das Blog von einem der Beiden)

Im September 2011 wurde die “Don´t ask, don´t tell.“-Regelung innerhalb der US-Streitkräfte aufgehoben, die was die sexuelle Orientierung der Soldaten/-innen betrifft ein offenes Ausleben ihrer sexuellen Identität untersagt hat, man durfte zwar im Verborgenen schwul bzw. lesbisch sein, es aber nicht öffentlich zeigen.
Aufgrund dieser Regelung haben binnen der letzten Jahrzehnte etliche Angehörige der Streitkräfte diese verlassen bzw. wurden entlassen. Wir reden hier von einer fünfstelligen Zahl an Soldaten/-innen, was natürlich für diese mit erheblichen Nachteilen verbunden war, womit nicht nur ggf. Repressalien innerhalb der Streitkräfte gemeint sind, sondern auch deren weitere berufliche Zukunft da die USA eine Berufsarmee unterhalten und nicht wenige auch ihren Dienst aus Überzeugung geleistet haben. Für die Streitkräfte war diese Regelung ebenfalls mit hohen Kosten im dreistelligen Millionenbereich verbunden durch die Neurekrutierung des entlassenen Personals.

Schon 2005 wurde durch eine eingebrachte Gesetzesvorlage versucht die Regelung zu Fall zu bringen, allerdings dauerte es noch bis 2010 als die zuständigen Ausschüsse von US-Senat und Repräsentantenhaus endgültig darüber abstimmen sollten. Dieses Vorhaben wurde im vorletzten Jahr zunächst unter Führung von John McCain blockiert und erst Beschwerden sowie Anhörungen vor Gerichten verbunden mit weiteren Abstimmungen über den Vorschlag der Gesetzesänderung führten zur endgültigen Annahme der Gesetzesänderung Ende 2010. Im vergangen Jahr trat dann die Abschaffung zum 20. September besiegelt durch die Unterzeichung der Gesetzesänderung von Präsident Barack Obama in Kraft.

Eine ähnliche Regelung die das Ausleben der sexuellen Identität von Schwulen sowie Lesben untersagt besteht immernoch bei den Streitkräften in einigen Ländern wie z. B. Mexiko, Brasilien, Kuba und de facto auch der Türkei. In allen Staaten der Europäischen Union hingegen sowie beispielsweise auch in Kanada, Australien, Neuseeland, Norwegen, Südafrika, der Schweiz und Israel besteht keine Einschränkung.

Kurz nach Inkrafttreten der Abschaffung von “Don´t ask, don´t tell” machte weltweit das Video eines in Deutschland stationierten Soldaten der US-Streitkräfte die Runde in dem sich ein Sohn seiner Familie in der Heimat gegenüber telefonisch als schwul outet. Auf die Frage des Soldaten an seinen Vater ob er ihn immernoch lieben würde nachdem er jetzt Beschweid weiß, antwortet dieser nur mit den Worten: “Ich habe dich immer geliebt und werde dich immer lieben.

Das obige Foto welches letzte Woche aufgenommen wurde und sich im Internet viral verbreitet zeigt ein schwules Paar, einer der beiden ist Angehöriger der Luftstreitkräfte und der andere der Marine, weitere Fotos sind im Blog welches einer der beiden betreibt zu finden.

Im Dezember vergangenen Jahres erlangte ein weiteres Foto Popularität, in diesem Fall von zwei lesbischen Angehörigen der Marinestreitkräfte welche sich küssen nachdem eine der beiden von ihrem Einsatz wiederkommt und die andere sie am Kai im Heimathafen erwartet.
Das Motiv des Bildes als solches ist ein amerikanischer Klassiker, da es im Zweiten Weltkrieg ähnliche Fotos von heterosexuellen Paaren nach Rückkehr eines der beiden Partner in den heimatlichen Hafen gab, welche oft in bekannten Zeitungen und Magazinen abgedruckt wurden.
Das Modelabel Diesel hat vor etlichen Jahren (1994) in einer seinerzeit provokativen Werbekampagne Bezug darauf genommen, es zeigt als schwarz-weiß Bild zwei sich küssende Matrosen am Kai und man sieht im Hintergrund ein U-Boot sowie weitere jubelnde und sich freuende Angehörige der Besatzung. In Szene gesetzt wurde dieses Motiv von dem bekannten Fotografen David LaChapelle. Das angesprochene und hier nicht verlinkte Motiv dieser Werbekampagne hängt übrigens bei mir an der Wand in meiner Wohnung.

(Quelle: Unicornbooty)
Die beiden Mädels sind anschließend dazu interviewt worden und drücken ihre Erleichterung darüber aus sich nicht mehr verstecken zu müssen und ihre wahre Identität zeigen zu können.
Bei YouTube findet man mittlerweile einige wirkich bewegende und großartige Videos von Heiratsanträgen, in erster Linie von heterosexuellen Paaren, aber gegen Ende des vergangenen Jahres auch den Heiratsantrag eines schwulen Paares inszeniert als Flashmob. Nun gesellt sich ein weiteres bewegendes Video dazu, was allerdings ein lesbisches Paar der US-Streitkräfte zeigt wovon die eine der beiden über Weihnachten nach Hause auf Heimaturlaub kommt und von ihrer Partnerin abgeholt wird, welche den Empfang mit einem Heiratsantrag verbindet.

Was das Video und die Aufhebung der DADT-Regelung betrifft kann man getrost sagen: Ende gut, alles gut.

In dem Sinne…

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